Mittwoch, 21. Oktober 2009

Viel zu tun und wer bin ich?

Liebe Freunde und Familie (klingt noch besser!),

es tut mir auch erstmal leid (das schreibt so ziemlich jeder Blogger), dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe, 10 Tage glaube ich, aber viel zu tun.... und so weiter.

Naja, ich berichte lieber direkt und kurz, was so in den letzten Tagen passierte.

Nachdem wir also dieses tolle Abendessen am Samstag vor einer Woche hatten, da wir ja die Geburtstage feierten (oh das Abendessen war einfach super geil, mit viel Eis, nem super Fisch und vielen Früchten, also alles, was wir schon lange nicht mehr hatten), habe ich es mir am Sonntag richtig gemütlich gemacht. War ja schließlich mein freier Tag und den habe ich versucht zu genießen, aber schon deswegen, dass es mein freier Tag war, habe ich ihn sehr genossen.
Ich bin ein wenig mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren und habe ein paar neue Entdeckungen gemacht.
Zum einen den Mr Heinz Buchladen, der Gründer war deutsch, nun wird er von einem Italiener geführt, Mr Giovanni, der auch Deutsch kann und mir lustige Sachen erzählt hat. Jedenfalls werde ich da dann, wenn ich meine Bücher fertig habe, Nachschub holen, damit ich abends wenigstens was zu tun habe.

Danach habe ich dem "Bavarian" Hallo gesagt und dort mein Mittagessen gegessen. Ja der Bavarian ist ein Bayer und ich muss gestehen, ich konnte mich nicht zurück halten und habe köstliche Käsespätzle aus Bayern gegessen (lange nicht so gut und käsig, wie die aus Österreich) und mich ein wenig an zu Hause erinnert, unter anderem auch weil ein deutsches Radio lief. Sonst ist das Gasthaus aber nicht soo einladend und das Hefeweizen kostet 5,50$ (ja ich habe mich enthalten!).
Dann noch in der Stadt weiterrum gefahren und ein Eis gegessen.

Die darauf folgende Woche habe ich mehr oder weniger versucht zu überstehen, da es a) unglaublich heiß wurde und ich ja in langer Hose (Jeans) rumlaufen muss (weil kurze Hose nicht so der Dresscode hier ist) und b) die Arbeit schon ziemlich anstrengend ist.

Mittwochabend waren wir nocheinmal zusammen am Strand und haben dort dieses nette Foto geschossen.
Am Donnerstagabend haben wir ein Abschiedsessen gehabt, fast so gut, wie das am Samstag davor, da Hans am Freitag wieder nach Deutschland zurückkehrte.
War ne nette Zeit mit Hans und habe viele verschiedene, aber meistens dieselben Geschichten gehört, aber das ist man ja von älteren Leuten gewöhnt ;)

Das Wochenende kam wieder in Sicht und das war toll, denn das bedeutete frei, zumindest am Sonntag.
Den haben wir auch speziell verbracht. Keine einzige Mahlzeit in der Hotel School, sondern alles außerhalb (da fällt mir ein ich brauche wieder Geld^^). Nachdem ich also ausgeschlafen habe oder zumindest versucht, da einer meiner Boarders Gefallen daran fand einen Schlagzeugbeat vor meinem Fenster von seinem Handy abzuspielen und das um 7 Uhr morgens, und noch ein wenig hier geblieben bin, habe ich mich um 1 Uhr mit Elena auf den Weg zur "Holy Cow" gemacht, ein Restaurant an der Ekareach Str. Das Essen dort war ganz gut und das Ambient sehr angenehm, so ziemlich das beste, was wir bisher hier kennen gelernt hatten.
Danach sind wir zu dritt, denn bei der Kuh haben wir Karin aufgegabelt, durch die Stadt gefahren, ich habe 50 Kopien machen können und wir haben wieder ein Eis gegessen (Bananasplit). Nochmal zu Mr Heinz oder Mr Giovanni und dann, als es schon später Nachmittag war in ein Café gesetzt und Scrabble auf Englisch gespielt (wat auch sonst). Das ist echt viel schwerer als auf Deutsch (welch ein Wunder)...
Zum Abendessen haben wir uns eine Pizza in der Nähe des Strandes gegönnt, die auch ganz in Ordnung war. Auf dem Weg zurück noch Bekanntschaft mit der Duselheit des Securitymenschen gemacht, der das Tor zwar zu hatte, aber nirgends aufzufinden war. Wir mussten also durch den Schlamm um die Schule herum, an vielen Hunden vorbei (das hätte jemandem gefallen) und dann durch das Tor auf der anderen Seite. Als ich an dem Hotel dann vorbeiging, auf dem Weg zu meinem Zimmer, fiel mir auf, dass ich meine Bettwäsche im Laundry vergessen hatte, und da es zu war, durfte ich ganz ohne auf meinem Bett liegen.... Ging aber schon.

Am Montag hatte Elena Geburtstag (hat Nutella von mir bekommen, besser als gar nichts und da das Frühstück hier so mau ist eine gute Abwechslung und schließlich habe ich auch was davon) und wir haben sie abends zu dem einzigen spanischen Restaurant in Sihanoukville geführt (erst wir drei und danach sind noch Fr Albeiro und Br Joe dazu gekommen.
Das Essen war auch ganz gut und jetzt hörts aber auf mit dem Essen und der Alltag kehrt zurück.

Am Samstag muss ich nämlich Klausuren schreiben, die ich gestern und heute vorbereitet habe. Dazu gibts dann aber ein ander mal mehr.

Wenn ich Br schreibe, dann meine ich Brother und Fr ist Father, besser als wenn ichs auf deutsch mache :)

Im Folgenden nun ein paar kurze Beschreibungen der Leute hier:

Mein Chef ist Br Roberto, ein Italiener, der vor gut 15 Jahren nach Kambodscha kam und diese Schule aufgebaut hat. Er hat auch die ganzen anderen Gebäude entworfen, er hat nämlich irgendwann mal was mit Architektur gemacht. Br Roberto ist der Rector der Hotel School und somit mein höchster Chef, auch wenns da noch zwei zwischen gibt, aber auch nicht so wirklich...

Br Joe ist aus Indien und seit Anfang diesen Jahres in Kambodscha. Leider wird er wahrscheinlich, wenn er sein Visum bekommt, im Dezember nach Australien gehen und dort ein paar Jahre Theologie studieren. Er ist der netteste der salesianischen Familie hier und wir haben viel Spaß zusammen.

Fr Albeiro ist aus Kolumbien und seit 10 Jahren in Kambodscha. Er ist der Chef der Social Communication in der Technical School und unterrichtet da auch. Er saß auch mit in dem Auto, dass den Unfall hatte in Phnom Penh, am Anfang meines Auslandjahres, hat aber nichts abbekommen.

Fr John (leider gerade kein Bild) ist der Director von Don Bosco Sihanoukville und auch der Leiter von Don Bosco Kambodscha. Er ist schon seit mehr als 50 Jahren in Thailand und Kambodscha (er war lange in Thailand) und somit in den zwanzigern aus Holland gegangen. Er kann echt viele Sprachen und ist auch ein netter Zeitgenosse.

Elena ist eine Voluntärin aus Spanien und vorgestern 29 geworden. Da sie nur zwei Stunden am Tag arbeitet hat sie den besseren Job, dafür aber sonst nichts zu tun und das ist schon ziemlich blöd, wenn man dann zu Hause besser was machen könnte. Sie ist Journalistin und unterrichtet dies auch hier. Sie bleibt auch für ein Jahr in Kambodscha.

Karin ist aus Holland und als Voluntärin für drei Monate hier. Sie ist mitte dreißig (ich bleibe fair) und arbeitet auch in der Hotel School, unter anderem Tourismus. Während ich Englisch Lvl. II mit den besseren Studenten habe plagt sie sich mit Englisch Lvl. I rum und ich verstehe, dass das ne heiden Arbeit ist.

Sopharn ist mein zweiter Chef, aber da er viel redet und nicht so viel macht, nicht immer ernst zu nehmen. Er ist Kambodschaner und arbeitet in der Administration Office. Leider muss man ihm mehrmals sagen, dass man was haben möchte, aber das scheint allgemein in Kambodscha der Fall zu sein.

Davuth ist Lehrer in der Front Office (Rezeption) und ein sehr witziger Typ Anfang 20. Er versucht nebenbei ein wenig deutsch zu lernen und man hat viel Spaß mit ihm, vielleicht auch, weil er so ein Kumpeltyp ist. Leider nicht jeden Tag hier. (er ist auf dem Bild vor dem Bild zu sehen, der an dem PC ist Sopharn)

So ich hoffe ich habe erstmal niemand wichtigen vergessen und ihr könnt euch jetzt einen besseren Eindruck machen.
Zu meiner Arbeit und dem ganzen Rest komme ich dann später.

Auf dem Gruppenbild von links nach rechts:
Karin, Fr Albeiro, Elena, Ich, Br Joe und Hans 

Jedenfalls vermisse ich Hamburg und Deutschland und alles drumherum und freue mich schon wieder zurückzukommen. Über Kommentare freue ich mich weiterhin auch.

Alles Liebe
Krischan

PS: Der Titel heißt nicht aus dem Grund wer bin ich, dass ich mich beschreibe, sondern eine kleine Wer bin ich? Runde spiele mit den anderen Leuten.....

3 Kommentare:

  1. Das ist aber sehr nett, endlich mal ein Bild zu den Leuten zu sehen und zu lesen! Irgendwie hast du es schon gut da, oder? Abgesehen von der Trennung von uns allen scheinen die dort auch ganz nett und auch so skurill wie wir zu sein.....?!?

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  2. Hey Krischan, wie siehts mit dem Rollerfahren aus - nix neues? Und vielleicht kannst Du mal ein Bild von dem Gefährt machen. Ich geh jetzt zu Pauli. Jo.

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  3. boah der war fies :D
    ich will auch zu pauli. *schnellergebnisnachguck*

    ja ich kann wenn ich will den roller von dem hotel ausleihen, doch blöderweise wissen die nicht, wo der schlüssel von dem ding ist :D
    sonst gehts sehr gut. bringt einen heiden spaß und die Schaltung habe ich auch im Griff.

    und ich seh, dass pauli nur ein unentschieden geholt hat. naja immerhin sind es maximal vier üunkte hinter nummer 1 und 1 punkt hinter nummer zwei. das kriegen wir schon hin ;)

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