Liebe Freunde und Familie,
am vergangenen Sonntag habe ich einen schönen Ausflug gemacht, über den ich hier gerne berichten möchte.
Wir Voluntäre haben uns nämlich entschieden einen Trip zu machen, der mal nicht mit dem Bus geht (worüber ich sehr froh war), sondern mit dem Schiff bzw eher Tuckerboot. (komische klingt auch wie Tuktuk, aber tuckern tut hier alles...) Wir wollten eins der vielen Angebote hier am Strand nutzen und unseren freien Tag mit der Erkundung einiger der vielen Inseln um Sihanoukville verbringen.
Das ganze hat pro Person 13 $ gekostet und war bezogen auf das, was wir erlebten in Ordnung.
Wir, das heißt, Karin, Elena, Elenas Freund, der gerade zu Besuch hier ist und Fabién heißt (bin mir ob der Schreibweise nicht sicher), die italinische Voluintärin, die aber nur noch ein paar Wochen hier ist und ich. Da Elena und Fabién ganz in der Nähe des Startpunktes zur Zeit untergebracht sind, wurden wir drei um 8 Uhr morgens mit einem sehr schrottigen und lauten Tuktuk abgeholt. Ich war irgendwie sehr fröhlich, schließlich war das doch mal eine interessante Abwechslung.
Vor Ort haben wir ein recht bescheidenes Frühstück bekommen, ein großes Baguette und eine sehr billige Marmelade, aber es war essbar. Dazu einen Tee, und die Kambodschaner haben irgendwie immer nur diesen blöden Lipton Yellow Tea, der also blöd schmeckt und auch mit Zucker nur mäßig zu genießen ist...
Anschließend sind wir zu unserem Boot geleitet worden und da fings schon an. Wir noch alle in unseren Klamotten, durften erstmal durchs Wasser waten. Also schnell die kurze Hose aus und in Badehose, die ich in weiser Vorraussicht bereits an hatte, zum Boot gewatet. Das Boot hat tierisch gewackelt, aber sonst einen soliden Eindruck gemacht. Wären wir gekentert, hätte ich nur ein Problem bzgl meine Kamera gehabt, ansonsten kein Problem.
Nachdem alle im Boot waren (neben uns sind noch vier Spanier mit auf die Tour gekommen), gings auch schon los und der Motor hat jedes Gespräch sinnlos gemacht.
Auf dem Weg zur ersten Insel ist mir andauernd die Gischt ins Gesicht gespritzt und ich war relativ schnell klatschnass, aber dennoch fröhlich, hat irgendwie auch Spaß gebracht in dem Boot die Wellen hoch und runter zu reiten. Nach circa 20 Minuten Fahrt sind wir zur ersten Insel gekommen und dort durften wir wir eine halbe Stunde Schnorcheln, etwas, was ich noch nie zuvor gemacht hatte und echt ganz spaßig ist. Schöne Korallen, schöne Fische, sogar recht sauberes Wasser, nur eine blöde Brille, die ziemlich zerkratzt war, aber das ging schon in Ordnung. Hatte leider direkt das Pech die Entfernung zum Boden nicht einschätzen zu können und bin mit meinem Fuß hart gegen eine Koralle gestoßen, die recht scharf war und meinen Fuß aufschlitzte. Ist ein schönes Muster, brannte aber zu dem Zeitpunkt schon ziemlich in dem Salzwasser. Deshalb bin ich auch früher raus und hab das ganze mit sauberem Trinkwasser ausgespühlt, inzwischen sieht es recht gut aus.
Danach sind wir weiter mit dem Boot gefahren, ne knappe viertel Stunde und zur nächsten Insel, die Bamboo-Island. (an den Namen erinnere ich mich noch, wie die anderen heißen, keine Ahnung...)
Dort haben wir viele Boottrips getroffen, war also viel los und der Strand war ziemlich dreckig.
Hatte kurzes Vergnüden mit einem Ben10 Ball, mit dem wir ein bisschen Wasserball spielten, aber nach kurzer Zeit kam der Besitzer und wollte sich selber intensiv damit beschäftigen. Also habe ich die Zeit damit verbracht, den Brief an Billie zu schreiben, die ja bald Geburtstag hat.
Um kurz vor 12 gabs Mittagessen. Mittagessen bedeutet in diesem Fall ein großes Baguette und keine Marmelade (wäre ja noch schöner). Stattdessen gebratenen Fisch (Filet) mit sonem komischen Krautsalat. Dazu Ketchup und ich hatte ein schönes Fischsandwich. Außerdem haben wir noch eine Cola bekommen. Das alles war natürlich im Preis inbegriffen (auch das Frühstück).
Nun hatten wir noch knapp 1 1/2 Stunden Zeit und sind durch die Insel auf die andere Seite gegangen, wo ein viel schönerer Strand mit sauberem Wasser und hohen Wellen war. Leider lag der komplett in der Sonne und da ich meine Sonnencreme zu Hause vergessen hatte (natürlich am Anfang eingecremet), hatte ich nach kurzer Zeit schon das Gefühl, dieser Tag wird mich nicht braun, sondern rot machen. (wann bin ich auch schonmal braun geworden...)
War aber nett zum Entspannen und um 2 Uhr sind wir mit dem Boot weiter zur dritten und letzten Insel gefahren. Dort durften wir wieder Schnorcheln und ich habe vor lauter Respekt meine Beine ganz nah an meinem Körper gehabt. Dort sah ich auch viele Seeigel, die ich noch nie in freier Erlebnis gesehen habe. War sehr schön, leider auch trüber als bei der ersten Insel.
Anschließend ging es schon wieder zurück zu unserem Startpunkt, die Fahrt dorthin wurde aber aufgrund eines müden Motors ein wenig länger als wohl geplant.
Müde war ich danach auch und nach einem kurzen Milkshake in unserer Frühstücksbar vom Morgen, sind wir mit dem Tuktuk nach Hause gefahren und ich bin müde ins Bett gefallen. Oder fast.
War aber ein sehr schöner Ausflug und für alle, die mich besuchen werden, das wird aufjedenfall im Programm sein ;)
Am Montag habe ich festgestellt, dass Br Roberto anfangen möchte Weihnachtslieder mit den Studenten zu singen. Das geschieht dann wie folgt:
Br Roberto startet ein Video, wo zu schrecklicher Musik Weihnachtsliederkaraoke läuft. Das Klischee, die Asiaten lieben Karaoke ist aber hier durchaus bestätigt....
Dazu singen sie jedenfalls Jingle Bells und den ganzen krams.
Anschließend fragte Br Roberto mich, ob ich das nicht übernehmen möchte und nun übe ich Montags bis Mittwochs am morgen ein paar Weihnachtslieder.
Ich habe mich natürlich ganz schnell von der Karaokeidee abgewandt und eher traditionelle Musik genommen, die zwar schwerer ist, aber für meine Ohren auch erträglich (jaja, die Musiker....). Dazu Word an die Wand projeziert und den Text eingeblendet. Das geht auch ganz gut. Nur leider kennen die viele populäre Weihnachtslieder gar nicht. Stattdessen muss ich den Drummer Boy oder Feliznavidad spielen.... Naja Weihnachten wird jedenfalls (hoffe ich auch ein bisschen) sehr interessant.
Auch wenn das hier eher nebensächlich gesehen wird. Ich bin jedenfalls gespannt, schließlich habe ich noch nie Winter gehabt, der heißer ist als der Sommer in Deutschland :)
In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr die kalten Tage mit der Wärme aus Kambodscha ein bisschen schöner macht und nicht krank werdet.
Bis bald,
eurer Krischan
Freitag, 13. November 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
schnorcheln würd ich auch gern machen...
AntwortenLöschenbei uns in der klasse haben sie alle schweinegrippe:(
wir sind immer nur mit 15 leuten (statt29) in der klasse:D ganz angenehm
gute bessereung für deinen fuß
hab dihc lieb!
Francis
pass auf, dass sich dein fu? nicht entzündet! Das geht in den Breiten schneller als bei uns.
AntwortenLöschenAber trotzdem klingt das ganz schön und das nächste mal kannst du dir sicherlich schon selber ein Boot mieten und auf die Inseln fahren. So machen wir das dann, nicht? Alles Liebe, dein Pappi
Hey Krischan,
AntwortenLöschenkennst du den "Kleinen Nick"? So schreibst du jedenfalls... Sehr amüsant, muss dabei die ganze Zeit an "The Beach" denken, mit DiCaprio und dieser genialen Insel (in Thailand oder so)... Naja, ich hoffe, ansonsten ist immer noch alles Roger in Kambodscha (ja, der war lame, ich weiß...)!
Der Auserwählte geht nun morgen tatsächlich in die zweite Runde nachdem der erste Versuch aus Personalmangel gescheitert war. Ich meld mich, wenns Arbeit für dich gibt!
Tristan
Schweinegrippe an der Sophie? Ich wusste gar nicht, dass das noch ein großes Thema in Deutschland ist... auf dem neusten Stand bleiben, was internationale Nachrichten angeht, ist hier gar nicht so einfach. Dafür lerne ich immer mehr über ugandischen Dorfklatsch.
AntwortenLöschenAuf die Inseltour freue ich mich schon. Endlich mal wieder schnorcheln - oh, wie ich das geliebt habe. Selber ein Boot mieten klingt aber noch besser.
"Word an die Wand projezieren" - das kommt mir schon so fremd vor, so unerreichbar modern...
Pass bloß auf, dass du nicht so nachsichtig bist wie ich mit Wunden - nicht dass du aus diesem Jahr so viele Narben davon trägst wie ich.
Mir fällt immer wieder auf, wie unterschiedlich wir schreiben - irgendwie gefällt mir das.
Ich liebe dich!
Deine Solveigh
jaja schweinegrippe und so... ich muss mir von den moslems bei mir in der schule immer erzählen, sie hätten den deutschen immer schon gesagt: esst kein schwein. jedesmal sagen sie das, wenn ich salami auf meinem frühstücksbrötchen habe. kann man vom schlage essen auch schweinegrippe bekommen? :)
AntwortenLöschenes klingt wirklich manchmal ein bisschen nach dem kleinen nick! aber ich find's großartig! und ich muss solveigh ganz und gar recht geben: ihr zwei schreibt total unterschiedlich. fällt mir jedesmal auf wenn ich eure neuesten einträge nacheinander lese (mach ich meistens). und das ist total klasse: ihr ergänzt euch halt gut:) drücke die daumen für eure hochzeit, die natürlich(!) besser wird, als die in phnom penh (hab ich das aus dem gedähchtnis richtig geschrieben?). es heißt übrigens "blut und wasser schwitzen", aber deine variante im vorletzten post ist auch nicht schlecht!
übrigens, krischan, hab ich jetzt auch skype. wie schafft man das denn am besten mit der zeitverschiebung?
beste grüße! clemens
Es wird Zeit für einen weiteren Eintrag, mein Schatz! Du bist in Verzug ;)
AntwortenLöschen